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PiSA einmal anders - Partnerschaft im Schulalltag

Gemeinsam kochen und lernen mit Spaß ... und Tücken

Seit eineinhalb Jahren arbeitet Sven Kordus als einer von zwölf Paten des Projekts "Partnerschaft im Schulalltag (PiSA)" an der Evangelischen Schule Steglitz. Gemeinsam mit anderen freiwilligen Helfern kocht der Rentner mit Schülerinnen und Schülern der 7. und 8. Klassen. Danach geht's an die Hausaufgaben. Sven Kordus berichtet aus dem Alltag als Schulpate.

Sven Kordus, Schulpate der 1. Stunde

Mit der Nachricht im Tagesspiegel begann alles: "Paten für evangelische Schulen gesucht."

Iris Stegmann von der evangelischen Schulstiftung und Nico Steffen vom Diakonischen Werk machten mir das Kennenlernen sehr einfach, die Entscheidung war schon im Gespräch gefallen, da musste nur noch einer überzeugt werden, der noch gar nichts davon wusste, mein Freund Detlef Wiewiorra, denn der sollte ja mit. Aber auch hier brauchte ich gar nicht so viel Überzeugungskraft und die letzten Zweifel zerstreuten die Schulleiterin Frau Zacher und der joggende Co-Rektor Herr Lammert.

Alle waren einfach nett und so gar nicht nur Pädagogen und "schlimme" Lehrer, ganz im Gegenteil, sie freuten sich über unsere ehrenamtliche Mitarbeit. Hoffentlich spielten dann auch noch die "freiwilligen" Schüler mit, es sollte ja in der ersten Zeit dienstags und donnerstags so eine Art Kochen und Lernen sein - wir kochten mit den Schülern ihren Mittagsimbiss und halfen ihnen danach bei den Schularbeiten - aber das hatte so seine Tücken!

Mit dem Kochen ging es ja noch recht ordentlich, aber war der Bauch erst mal voll, wollte der Geist nicht mehr so richtig lernen, zumal am Donnerstag das Ganze erst nach dem Schwimmen um 14.30 Uhr begann!

Wir haben dann die Tage der Schularbeitenhilfe geändert und es wurde besser.
Richtig gut wurde es dann mit dem neuen Schuljahr 2007/08. Jetzt kamen zwei neue 7. Klassen hinzu. Schüler der 8. Klassen kamen weiterhin, häufig um einfach nur zu quatschen. Aber wir wollten ihnen die Tür offen halten! Wollen mal sehen, wie das nach den Halbjahreszensuren aussieht, vielleicht muß der eine oder andere wieder mehr  üben?

Viel Freude haben wir aber an und mit den Schülern der 7a + 7b. Hier haben wir auch schon nach dem ersten Halbjahr ordentliche Verbesserungen bemerkt, was sich auch bei den Zeugnissen gezeigt hat - alle unsere Hausarbeiten-Schüler haben das Probehalbjahr bestanden.

Wir wollen uns aber nicht auf kleinen Erfolgen ausruhen und möchten jetzt noch individuelle Probleme anpacken. Auch möchten wir etwas mehr Verbindlichkeit in die Schularbeitenarbeit bringen und sie auch abfordern. Von Anfang an hat es schon gut geklappt, dass sich die Schüler abmeldeten, wenn andere Aufgaben anstanden.

Im Frühjahr werden wir auch wieder das eine oder andere außerhalb der Schule unternehmen. Im Dezember waren wir zum Beispiel gemeinsam im Meteorologischen Institut.

Auf diesem Weg einen ganz besonders großen Dank an die evangelische Schule Steglitz. Wir werden immer ganz unproblematisch informiert und unterstützt (von Frau Zacher bis zu Herrn Hesselmann). Wir fühlen uns willkommen.

Mit freundlichen Grüßen

Sven Axel Kordus und Detlef Wiewiorra

 

Für eine Handvoll lecker Brötchen

Erfahrungen einer Hausaufgaben-Patin an der evangelischen Realschule Steglitz

Vor drei Jahren fasste ich den Beschluss, neben dem eigenen Kleinunternehmen  - zwei kleinere Kinder und ein etwas größerer Ehemann -  und einem Halbtagsjob ein Ehrenamt zu übernehmen. Am besten in einer evangelischen Schule. Eigentlich wollte ich als Germanistin einfach nur Lesepatin sein für Grundschüler, denen das Lesen schwerfällt oder die ein wenig Unterstützung benötigen, um die Freude an Literatur wiederzufinden oder überhaupt erst zu entdecken. Die Diakonie vermittelte mich an die evangelische Grundschule nach Steglitz. Mit einer Handvoll Kinderbücher kam ich an.

Der freundlichen und nur im geringen Maße Widerspruch duldenden Überredungskunst der damaligen Direktorin, Frau Zacher, habe ich es jedoch zu verdanken, nicht Lesepatin geworden zu sein, sondern als Hausaufgaben-Coach die AG der beiden ehrenamtlichen Pisa-Kollegen – Herrn Kordus und Herrn Wiewiorra – zu unterstützen, die ihren Alltag in der zweiten Lebensphase etwas ereignisreicher zu gestalten beabsichtigen und ihre Lebens- und Berufserfahrung gerne weitergeben an die Teenager.
Und ereignisreich sind die 2 Stunden jeweils dienstags, mittwochs und donnerstags mittags mit den 7-9-Klässlern ohne Frage! Statt einer Handvoll Bücher bringen wir Ihnen eine Handvoll belegter Brötchen mit – das stillt ihren Hunger nach dem regulären Schulunterricht und hilft als Lockmittel, auch wirklich regelmäßig zu kommen,  ungeheuer.
Wir Ehrenamtliche und sozusagen Schulfremde, die wir keine Zensuren geben, und eher als Begleiter oder Coach angesehen werden, sind bei den Schüler deswegen wohlgelitten, wie ich denke. Den Begriff Coach will ich in diesem Zusammenhang folgendermaßen definieren: Beratung der Schüler in all ihren Lebenslagen, auch denen, die jetzt nicht unmittelbar mit der Schule, dem fachspezifischen Unterricht oder geschweige denn, den Hausaufgaben konkret zu tun haben!
Wir haben zum Beispiel ein offenes Ohr bei geschlechterspezifischen Streitthemen; bei Themen, welches Handy im Moment am trendigsten ist oder mit welchem musikalischen Beitrag  man am besten beim jährlichen Musikabend der Realschule ankommt – einer der Höhepunkte an dieser Schule. Wir hören auch gerne zu und gehen mit Vorschlägen darauf ein, wenn es um Fragen des Berufswunsches geht; welche Qualifikation man benötigt, um ein Starfotograf vom Schlage eines Helmut Newton zu werden. Aber natürlich schließen sich an solche Diskussionen auch immer – also meistens – die Hausaufgabenerledigung an.
Insofern würde ich sagen, wir als Coachs der Schüler  - sie sind dann sozusagen die Coachees -  begleiten diese bei der Ausübung von komplexen Handlungen. Ziel ist es durchaus, den Coachee zu befähigen, optimale Ergebnisse hervorzubringen. Das darf wie oben dargelegt, allerdings nicht zu eng aufgefasst werden.
 
Der Begriff „Coach“ stammt aus der englischen Sprache und bedeutet „Kutsche“. Dieser Begriff beschreibt also ein Mittel, das Menschen helfen kann, einen Weg zurückzulegen, um ein Ziel zu erreichen und an einen anderen Ort zu gelangen. Im Gegensatz zum Beruf eines Lehrers, dessen Arbeitsfeld von strengen inhaltlichen Zielvorgaben geprägt ist, haben wir ehrenamtliche Pisa-Paten glücklicherweise Narrenfreiheit beim hin- und herkutschieren!
Wir können unsere AG nach unserem und natürlich vor allem der Schüler Gusto gestalten:
- Mit kulinarischen Einlagen, bei Schuljahresende auch mal mit Kochen von Pizza in der Schulküche – da trifft es sich gut, dass einer von uns in seinem vorherigen Arbeitsleben Profikoch war!
- Mit einem Ausflug zu den Sternen – also ins Planetarium.
- Mit dem Begleiten der Schüler bei musikalischen und sportlichen Wettbewerben: Hier sei der Friedenslauf und der Ruderkurs der Realschüler besonders erwähnt.
 
Erste Verwendungen des Wortes „Coach“ fanden ja auch im Zusammenhang mit sportlichem Wettbewerb statt. Dort steht Coaching für eine umfassende Betreuung von Sportlerinnen und Sportlern, die über ein reines Training der körperlichen Leistungsfähigkeit hinausgeht. Und auch diese Beschreibung trifft auf uns zu: Die Patenkollegen haben sich nicht gescheut, Sponsoren für den Friedenslauf einzuwerben,  Lauf-T-Shirts zu besorgen und die Marathonisten mit Getränken zu versorgen.
Der Coach ist Begleiter, Betreuer, Motivator und Trainer der mentalen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Und so sehen wir uns ebenfalls: Wir bringen die Lösungen für Probleme nicht immer mit – bei den Hausaufgaben aber immer öfter – sondern wir sind neutrale Gesprächs- und Interaktionspartner, die unseren Schülern versuchen zu helfen, den Prozess der individuellen (Weiter-) Entwicklung zu eröffnen, zu erleichtern und zu begleiten. Wir versuchen, eine mögliche Abkopplung von den schulischen Hausaufgaben zu verhindern; versuchen, eingetretene Schäden wie zum Beispiel Mobbing, Burn-out-Symptome und  zerstrittene Teams zu heilen; Stabilisierungsprozesse zu unterstützen und Ressourcen und Potentiale wiederzubeleben und zu aktivieren.
Wir unterstützen bei Sinn- und Motivationsverlust, Überforderung, Überarbeitung, geben schonungsloses Feedback (sing nicht zu künstlich zum Beispiel), helfen bei persönlicher Standortbestimmung (lieber Bass statt Bariton singen) und bei der Entwicklung von Visionen - eine Note zwei statt einer Note drei zu erreichen auch durch Erledigung von Hausaufgaben.
Zugegeben: Am Ende der zwei Stunden an drei Tagen ist man froh, wieder in die ruhigen Wasser des Alltags einzutauchen, aber bereichert um vielfältigste Erlebnisse zusammen mit wunderbaren jungen Menschen, die auf dem schwierigen, suchenden Weg des Erwachsenwerdens sind.
Und man freut sich schon wieder auf die nächste Woche mit der Hausaufgaben-AG, in der man freiwillig, ohne äußerliche und inhaltliche Zwänge wahlweise als seelsorgerischer, ernährungsphysiologischer, sportlicher oder auch Hausaufgaben-Coach tätig sein darf. Nur gut, dass die Lehrer der Schüler von diesen unseren „Nebentätigkeiten“ nichts genaueres wissen!  Unser halbjährlicher Lohn ist, bei den Schüler-Zeugnissen das eine oder andere Mal eine verbesserte Note zu entdecken.

Autorin: Sabine Menz



Ein weiterer (kuliinarischer) Bericht

Und  "plötzlich"  gab es Hamburger mit Pommes und Salat

 

Dr. Gebauer ("der in der 10. Klasse immer Harry Potter auf englisch liest")

Na ganz so plötzlich war es auch wieder nicht, eigentlich gab es einerichtige Planung. Freitag ( 12. März 2010 ) sollte Wandertag sein und sowussten wir aus unserer langjährigen Erfahrung... keine Hausaufgaben!

Also gesagt und getan" was haltet ihr von Hamburger mit Pommes " ??? Yeeeeeessss und getan heute!  Kleine Planung, was braucht man für Hamburger mit Pommes? Na klar "Hamburger"- aber wie geht es mit  den Hamburgern? - schließlich sitzen wir ja immer auf der anderen Seite bei MC D. und Burger! Wie machen die eigentlich diese Dinger?? Was sagt den GOOGLE ??

"Ein Hamburger ist ein Brötchen mit verschiedenen Belägen das meistens als warmes Schnell- oder Fertiggericht verkauft wird. Hamburger werden hauptsächlich mit einer gegrillten Scheibe aus Rinderhackfleisch (einer Art Hacksteak) belegt und bilden den Standardartikel vieler Fast-Food-Ketten." So,so und was denn noch: "Dieser Imbiss besteht aus einem Weizenbrötchen ("Rundstück") mit einer Scheibe Braten darin sowie Bratensoße die darüber gegeben wird. Eine andere klassische Variante dieses "Hamburger Stücks" besteht aus einem Weizenbrötchen mit Hackfleischfrikadelle aus Beefsteak." - Sauce und Salat?? 

Also wir haben erst einmal "Eisbergsalat, Gurke, Zwiebeln, Tomate gewaschen und geschnitten - alles frisch! Majo und Katchup  ( natürlich der von  ...  HEIN...  )  und fertig ist der   Hamburger     .......lecker ! Und "plötzlich"  gab es Hamburger mit Pommes und Salat: Ja so war`s dann auch und verdrückt haben sie alles.

Zum Schluss haben Vivian und Nele noch mit Frau Menz abgewaschen, weil schon um 15h die nächste Gruppe zum Plätzchen backen wartete. Der, der die Idee mit den Hamburgern hatte, hat dann wieder alles wieder in die Schränke gestellt und hat sich gefreut,  dass alles "aufgeputzt " wurde und möchte einen Dank an seine Frau aussprechen, denn die wusste schon vorher wie Hamburger gemacht werden und hatte die "DINGER " schon vorgebacken und mitgegeben. Den Rest erledigte die M...Welle ! Nebenbei,  die Pommes wurden im Backofen schön gebrutzelt und der Salat bekam eine kleine Sauce aus Essig Öl und Gewürzen. Danach waren nicht nur Paul, Nele, Vivi, Toni, Sam, Sarah und die anderen ganz satt.  Die Töchter von Sabine Menz gingen auch nicht leer aus, bekamen sie doch die restlichen Hamburger. Frau Menz glaubt, dass Paul einen neuen Rekord aufgestellt, hat er hat alleine 10 Hamburger vertilgt oder waren es "nur" 5  ???  Egal - Rekord !  Auch Frau Kettner und Dr. Gebauer ( der in der 10. Klasse immer Harry Potter auf englisch liest ) waren dabei,  Frau Flehmke hatte Salz für die Pommes, aber sonst fehlte nichts !   

Morgen beim "Wandertag" kann im Berliner Zoo wieder der Speck und alles Fettabgelaufen werden, na dann bis zum nächsten Mal und auf baldiges "GUTEN APPETIT! "

Geschrieben vom PiSA Paten Sven Axel Kordus ( 11.März 2010)