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Eine Abschlussfahrt auf die iberische Halbinsel

Bevor Sie, werte(r) LeserIn, richtig anfangen, in unsere Fahrt einzutauchen, möchte ich (der Klassenlehrer) kurz erläutern, wie dieser Text entstanden ist.

Am letzten Abend haben alle Schüler eine DIN-A4-Seite beschrieben. Ich nahm von allen Berichten mindestens einen Satz und fügte diese Auswahl so gut es ging zusammen. Einige kleine, objektive Ergänzungen habe ich vorgenommen. Demnach sind fast alle Aussagen von einzelnen Schülern niedergeschrieben und beinhalten individuelle Gefühle, Erkenntnisse oder andere subjektive Wahrnehmungen. Nichtsdestotrotz stellte ich beim Lesen der mir abgegebenen Blätter fest, dass die meisten Aussagen sowie Emotionen – auch in vielen detaillierten Punkten – übereinstimmen.

Viel Spaß beim Lesen und beim Bestaunen der Fotos...


¡Hola!


Wir haben über Monate geplant und besprochen, wo es hingehen soll sowie Dinge herausgesucht, die man erleben kann. Als wir nun endlich am 21.5.2019 zu unserer Abschlussfahrt starteten, war ich etwas nervös und hatte bereits einige Vorstellungen und vielleicht auch ein paar kleine Vorurteile. Diese erwiesen sich aber ganz schnell als falsch, denn Barcelona hat einiges zu bieten und unsere Klasse hielt super zusammen.


Am Abflugtag standen wir alle sehr früh auf, da keiner zu spät zum Flughafen kommen wollte. Als wir in Barcelona landeten, sind den meisten als erstes die Palmen aufgefallen. Wir wurden von einer Spanierin mit Bus in unser Hostel gefahren und konnten auf der Fahrt bereits relativ viel von der Stadt sehen und erste Eindrücke gewinnen. Wir stellten unser Gepäck in einem kleinen Raum unter und sind im Anschluss daran über den „Ku'damm“ von Barcelona zum El Nacional gelaufen. Dort haben die meisten zum ersten Mal Paella und Tapas gegessen. Es war anscheinend Mittagspause, denn ich sah eine Menge Anzugträger und kam mir ein wenig underdressed vor. Danach ging es zurück in das Hostel. Wir brachten unsere Sachen in die Zimmer und durften bis zum Abendbrot in Gruppen die Umgebung erkunden. Leider kamen wir nicht an die Mandarinen heran, die wir auf dem Weg an einigen Bäumen sahen. Nach dem Abendbrot versammelten wir uns noch auf der Dachterrasse und besprachen den nächsten Tag. Die Stimmung war locker und alle haben sich verstanden, egal wie verschieden wir sind.


Am zweiten Tag (Mittwoch) trafen wir unsere Stadtführerin Anke (aus Hannover und schon eine Weile in Barcelona wohnhaft; Anmerkung des Schreiberlings, AdS) an einem Platz, auf dem viele Tauben herumlungerten. Wir erhielten eine sehr interessante Führung und bestaunten unter anderem den Mercat de la Boqueria, die Kathedrale, Teile der alten römischen Anlagen und das Rathaus. Es gab noch mehr, aber diese Sehenswürdigkeiten fand ich besonders cool. Ebenso erfuhren wir sehr viel über die Einwohner, die Geschichte der Stadt, die Kulturen von Katalonien und Spanien sowie deren Differenzen und einiges mehr. Im Anschluss ging es an den Stadtstrand und einige von uns stürzten sich in die kalten Wellen des Mittelmeeres. Ich bekam beim Hinschauen bereits eine Gänsehaut (AdS). Im Anschluss daran sind wir gemeinsam zurück zum Hostel gelaufen.


Der Donnerstag begann, wie jeder Tag, ein wenig stressig, da jede/jeder ans Waschbecken musste und es wenig Platz im Zimmer gab. Für einige Mädchen klingelte der Wecker bereits um 6:50 Uhr zum Fertigmachen, das heißt schminken und Haare glätten. Das dauert ja bekanntlich etwas. Trotz allem waren wir pünktlich und konnten in Ruhe frühstücken. Danach ging es zu Fuß zur Sagrada Familia, wofür wir uns lange Klamotten anziehen mussten, die über Knie und Schultern gingen. Als ich aus der letzten engen Gasse herauskam, erschlug mich der atemberaubende Anblick der Basilika.

 

Sie war so schön, groß und mächtig, sodass es einigen von uns die Sprache verschlug und den meisten das Verlangen gab, das Handy zu zücken, um tolle Bilder zu machen. Nach Taschenkontrolle und Co. wurden wir von unserer Guide Elisabet (einer Einheimischen mit akzentuiertem Deutsch; AdS) empfangen, die uns für die nächste Stunde mit sehr vielen interessanten Fakten (z.B., dass jedes noch so kleine architektonische oder dekorative Detail einen Sinn hat, etwa 12 000 Besucher täglich kommen, sie erst zum 100. Todestag von Antoni Gaudi [2026] fertig gestellt sowie die höchste Kirche der Welt [172, 5m] werden soll) und wunderschönen Eindrücken versorgte.

Ebenso war Elisabet offen für alle gewöhnlichen, aber auch ungewöhnlichen (AdS) Fragen. Danach gab es eine Pause in der Mittagshitze und eine „Wanderung“ vorbei an einem schicken Hospital und hin zum Park Güell. Es war sehr heiß und mit all den steilen Straßen sowie den langen Klamotten ziemlich anstrengend, aber dennoch war es schön, viele Seiten Barcelonas kennenzulernen. Die Aussicht war unbezahlbar. Anschließend nutzten die meisten noch die Metro zum Strand. Man hat sich gesonnt und entspannt.

Nach dem Abendbrot ging es für fast alle noch einmal los zur Wasser-, Sound und Lichterschau „Font Magica“. Die Stimmung war hammermäßig und für viele von uns war diese „Party“ das Highlight der Fahrt. Wir haben getanzt, gesungen und uns einfach frei gefühlt.


Am Freitag war unser letzter – ein sehr regenreicher – Tag in Barcelona. Da denkt man wahrscheinlich erst einmal „Mist, was für ein doofer Abschluss!“ Doch es war auszuhalten, da es warm war und wir ja auch nicht aus Zucker sind. Abermals gingen wir in Gruppen los (wir bekamen Geld aus der Klassenkasse für das Mittagsessen), weshalb unterschiedliche Dinge unternommen wurden. Einige kauften Souvenirs, andere erfüllten sich den Traum, das beeindruckende Fußballstadion zu sehen und wieder andere besuchten abermals die Boqueria und gingen shoppen. Alle waren sehr traurig, dass dies unser letzter Tag war, aber wir haben ihn noch einmal richtig genossen.

Der Abreisetag klappte wie am Schnürchen und alle SchülerInnen sowie Begleiter sind heil und gesund in die Arme ihrer am Flughafen Schönefeld wartenden Familien gefallen. (AdS)


Sollten Sie nun denken, dass ich absichtlich nur die positiven Berichte herausgepickt habe, so unterliegen Sie einem Irrtum, denn es gab nicht den geringsten Hinweis auf negative Erfahrungen, außer vielleicht die Hauptgänge des Abendbrotes im Hostel. (AdS)

Hier noch einige Kommentare, die ich niemandem vorenthalten möchte...

  • ...und das war der Tag, an dem ich mit Leuten geredet habe, mit denen ich sonst nicht so viel zu tun hatte.

  • ...aber durch eine sehr freundliche Spanierin fanden wir den Weg schließlich doch.

  • …und am meisten hat mich gefreut, dass jeder gut mit jedem klarkam.

  • Ich glaube, wir werden diese Klassenfahrt nie vergessen, weil wir so schöne Momente hatten. Außerdem denke ich, dass sich noch viele über diese Fahrt unterhalten werden, auch wenn wir nicht mehr in einer Klasse sind.

  • Natürlich gab es auch kleine Streitereien und Ärger, aber das war vorauszusehen und ich finde, dass wir das immer sehr gut klären konnten.

  • Wie so oft kamen einige zu spät...

  • Natürlich hatten wir fast die Hälfte vergessen und mussten noch zweimal hoch- und runterlaufen.

  • Es war eine tolle Klassenfahrt, die ich sehr aufregend fand und die viel zu schnell vorbeiging.

  • Die quietschenden Betten werde ich wahrscheinlich auch nicht vergessen!

  • Die Klasse wird jetzt schon vermisst.

  • Und auch das Klassenlehrerteam war sehr entspannt und sie haben uns viel gezeigt und ermöglicht.


Barcelona hat viele versteckte Stärken von uns ans Licht gebracht. Unsere Erinnerungen werden für immer bleiben...und das ist am schönsten!

 

10a; 21.5. - 25.5.2019