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Jung & Alt: Anfertigen der Plakate

 

 

Preisverleihung

 

 

 

 

Das Projekt „Begegnung von Jung und Alt“ wurde mit dem ersten Preis der Bürgerstiftung Berlin Steglitz-Zehlendorf im Rahmen des Wettbewerbs „Brücken bauen im Bezirk“ geehrt. Am Donnerstag, d. 27. Mai 2010 fand um 18.00 Uhr im Gutshaus Steglitz ( ehem. Wrangelschlösschen, Schlossstr.48) die Preisverleihung mit einem kleinen Festprogramm statt. Alle Interessierten waren herzlich eingeladen.

Hier der Bericht der örtlichen Presse:

 

 

 

 

Bericht über das Religionsprojekt „Jung und Alt“ der Kl. 9b

Über einen Zeitraum von zwölf Wochen haben die Schüler/innen anstelle des Religionsunterrichts für ca. zwei Stunden pro Woche einen älteren Menschen besucht.

Die Schüler/innen hatten sich dafür eine Person aus ihrem unmittelbaren Umfeld außerhalb ihrer familiären Beziehungen suchen müssen - häufig waren es Nachbarn oder Freunde von Großeltern. Man traf sich, um Gespräche zu führen, gemeinsam zu spielen, spazieren zu gehen, Museen zu besuchen, auf den Friedhof zu gehen, zusammen zu backen... und lernte sich besser kennen. Die Schüler/innen wurden einerseits mit schwierigen Tabuthemen wie „Alter - Krankheit - Vergänglichkeit - Tod“ konfrontiert, andererseits lernten sie interessante und berührende Schicksalsberichte kennen und nicht wenige äußerten sich sehr erstaunt darüber, wie „fit“ und lebenszugewandt ihre Besuchspartner noch waren.

Während des Projekts reflektierten die Schüler/innen ihre wöchentlichen Begegnungen in einem Tagebuch. Besonders schwierige Probleme wurden im Unterricht angesprochen (z.B. Umgang mit Demenz oder Tod).

Abschließend gab es eine große Präsentation mit selbsterstellten Plakaten. Ein Teil der gelungenen Produkte hängt derzeit an einer Pinnwand in unserem Schulfoyer aus.

Hier einige rückblickende Statements der Klasse:

-   „Ich war anfangs sehr skeptisch und habe mich gedrückt, aber später hat es mir wirklich gefallen.“

-   „Ich fand das Projekt nicht so schlimm, wie anfangs gedacht. Wenn ich mich mit meiner alten Dame unterhielt, war es meistens recht lustig. (...) Nun habe ich keine Angst mehr vor alten Leuten.“

-   „Mir hat das Projekt Spaß gemacht, weil man mit einem fast fremden Menschen viele Erlebnisse hatte, wovon man früher dachte, dass dies gar nicht möglich wäre (...). Im Endeffekt durfte ich einen anderen Menschen kennenlernen.“

-   „Das Projekt hat mir gezeigt, dass man auch mit alten Leuten Spaß haben kann und dass die eigentlich ganz lustig drauf sind.“

-   „Es war eine gute Erfahrung für mein Leben.“

-   Mir hat das Projekt Spaß gemacht, weil man etwas mit älteren Menschen unternommen hat, was man ja nicht tagtäglich macht.“

-   „Ich habe gemerkt, dass sich viele alte Menschen nicht nur für altes Zeug interessieren, sondern auch für neue Sachen.“

-   „Mir hat das Projekt gebracht, dass ich offener für ältere Menschen geworden bin.“

-   „Ich verstehe jetzt alte Menschen ein wenig besser.“

-   „Das Projekt hat Spaß gemacht, weil ich so einen neuen Freund für´s Leben gefunden habe.“

 

Auf die Frage, ob die Schüler/innen dieses Projekt als verbindlichen Bestandteil des Unterrichts weiter empfehlen würden, antworteten 25 von 29 Schüler/innen mit einem klaren „ja!“. Allein dieses Resultat zeigt deutlich, dass das Projekt als Einstieg in soziales Handeln wirklich gut geeignet ist.

Nächstenliebe kann zwar nicht verordnet werden, aber viele Schüler/innen haben die Überzeugung gewonnen, dass in diesem Projekt die Chance gegeben war, sie zu erfahren und zu praktizieren.

 

Anke Bruske, Religionslehrerin d. Kl. 9b