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Abenteuerfahrt 2020

 

In der 9. Klasse bot uns Herr Klauschies an, an einer Abenteuerfahrt in der 10. Klasse teilzunehmen. Dazu sollte jeder der Lust hatte daran teilzunehmen ein Motivationsschreiben aufsetzen.

Die Herausforderung der Abenteuerfahrt besteht darin, in 5 Tagen knapp 100 Kilometer zurückzulegen und dies alles ohne Handy und Google Maps. Man konnte wandern, Fahrrad fahren oder rudern.

Von den Lehrern wurden wir in zwei Gruppen mit je 12 Personen eingeteilt. Nun begann die Planung. Selbstständig mussten wir eine Route, Bahnverbindungen, Campingplätze heraus suchen und Reservierungen vornehmen. Außerdem mussten wir uns Geld durch z.B. Kuchenverkauf,.. verdienen und festlegen was wird überhaupt benötigt. Sind Zelte notwendig? Isomatte oder Luftmatratze, Gaskocher und Spiritus, einkaufen oder von vorherein alles mitnehmen und dann aber auch die ganze Zeit tragen??? Jede Gruppe plante anders. Und der ein oder andere stieg bereits bei den Vorbereitungen aus.

Als wir unsere Planung im Mai den Lehrern übergaben, stand unserem Trip nichts mehr im Wege.

Bevor die eigentliche Fahrt los ging, machten wir eine Probewanderung von 5 Kilometern zur Schule, wobei wir festgestellt haben das viele Dinge doch überflüssig sind. Denn als wir nach ca. zwei Stunden mit unseren knapp 14 kg schweren Rucksäcken an der Schule ankamen waren wir fix und fertig. Auf der Goebenwiese haben wir uns dann noch zum ersten Mal am Aufbau der Zelte versucht.

Am 1.9.2020 ging es nun aber wirklich los.

Die Gruppe „11 von der Tankstelle“ startete in Wünsdorf und lief am ersten Tag 15 km nach Teuplitz. Dort angekommen wurde erst einmal eingekauft. Am Abend haben sie das ,,warme Wetter“ noch genossen, sind eine Runde baden gegangen und haben sich Nudeln mit Pesto gemacht. Am nächsten Tag machten sie sich auf den Weg nach Köthen. Eigentlich wollten sie den Weg in 20 km zurücklegen, jedoch hatten sie die Karte falsch berechnet und somit kamen sie müde und erschöpft mit 30 zurückgelegten Kilometern am Abend endlich in Köthen an. Am Donnerstag ging es nun von Köthen nach Neuendorf am See. Dort trafen sie auf der Strecke ihre Lehrerin, die sie an dem Tag besuchte. Hier wurde zum ersten Mal geduscht. Am Abend wurde viel erzählt und gelacht. Vom Neuendorf am See ging es 20 km nach Wendisch-Rietz. Dort wurden sie von einem Naturcampingplatz erwartet. Wieder wurde abwechslungsreich (Nudeln-was sonst) gekocht, baden gegangen und der letzte Abend und die letzte Nacht im Zelt genossen.

Die Gruppe „Cordula Grün“ ist von Angermünde gestartet. Direkt nach den ersten Metern sind sie das erste Mal falsch abgebogen und haben sich verlaufen. Die Motivation sank, aber man riss sich zusammen und zog es durch. Völlig ausgehungert kamen sie endlich am 1.Ziel dem Parsteiner See an. Dort kam die nächste Ernüchterung, denn es stellte sich heraus, das Nudeln kochen mit einer Gaskartusche ohne entsprechenden Aufsatz nicht wirklich funktionierte. Ein Glück hatten sie einen zweiten Spiritusbrenner dabei, mit dem es letztlich doch irgendwann gelang etwas Essbares zuzubereiten. Am nächsten Morgen ging es weiter nach Eberswalde. In Eberswalde angekommen wurde erstmal der nächste Supermarkt gestürmt und sich mit Proviant (YumYum) für den nächsten Tag eingedeckt. Der Campingplatz hier war zwar nicht der schönste, aber irgendwie fehlte die Motivation direkt nach dem Frühstück loszulaufen. Also wurde erstmal noch gechillt, gequatscht, geduscht,... Am Nachmittag dachte man sich, dass man vielleicht doch mal loslaufen sollte, denn schließlich stand der längste Streckenabschnitt von 23 km bevor. Also wurde schnell alles zusammengeschnürt und los ging es. Sie hatten die Tour unterschätzt, es wurde schneller dunkel als gedacht. Der Weg führte über eine Landstraße mitten durch den Wald. Mit lautem Singen und Taschenlampen machten sie sich bemerkbar und hofften so, mögliche Waldbewohner fern zu halten. Gegen 23 Uhr erreichten sie endlich ihr Ziel, den Campingplatz am Ruhlesee. Nach einer kurzen Nacht ging es nun weiter zum Liebnitzsee. Unterwegs kamen sie an einer leckeren und verlockenden Eisdiele vorbei. Das letzte Geld wurde zusammengekratzt und in Eis investiert. Den Campingplatz erreichten sie diesmal zeitig und so konnten sie den letzten Abend genießen, indem Spiele gespielt und bis in die Nacht gequatscht wurde.

 

Die Fahrt hat beiden Gruppen viel Spaß gemacht, es war für alle eine tolle Erfahrung auch wenn man hin und wieder an seine Grenzen gestoßen ist, hat das „Wir“ gesiegt und alle waren stolz, als sie nach 5 erlebnisreichen Tagen wieder zu Hause angekommen sind.